Freitagmorgen - Schulandacht

Jeden Freitagmorgen treffen sich alle Schüler und Lehrer unserer Schule in der 1. Unterrichtstunde in unserer Bewegungshalle zur Schulandacht. 

Die Erstklässler sitzen auf den Turnbänken und die 2.-4. Klässler kommen mit ihren Stühlen zu diesem „Treffpunkt“.

Wir starten immer gemeinsam mit einigen Liedern – zum Teil mit Bewegung - , die von Herrn Philippsen (Gitarre) und Frau Acker (Klavier) musikalisch begleitet werden.

Wenn 160 Kinder schmettern: „Los komm, wir singen heut – so dass es Gott erfreut“ oder „Sei mutig und stark und fürchte dich nicht...“, hört es auch unser Hausmeister eine Etage über uns… :-)

Die Lehrer der FCSH sind im Wechsel dran die Freitags-Schul-Andacht zu gestalten. Wie er das macht, ist jedem selbst überlassen. Oft sind es Geschichten, die davon handeln, wie groß Gott ist, wie sehr er uns liebt, wie wertvoll jeder einzelne von uns ist und was für ein gutes Zusammenleben wichtig ist.

Am 13.März 2020 war ich (Frau Rossol) mit der Gestaltung der Andacht an der Reihe. Ich beziehe gerne meine Schüler mit ein und die „Pinguine“ aus der 2b waren auch gerne gewillt, mich zu unterstützen. So wurde geübt, geprobt, Kostüme zusammengetragen und sich gefreut, dass der Matheunterricht auf Kosten der Proben etwas gekürzt wurde… ;-)

Am Freitagmorgen war es dann so weit: Wir erzählten den anderen von zwei Bauern, die jeweils an einem Ufer eines breiten Flusses wohnten – der eine am rechten, der andere am linken Ufer. Sie waren neidisch aufeinander; der eine am Morgen, wenn die Sonne am rechten Ufer stand und der andere am Abend, wenn die Sonne am linken Ufer stand.  Auch die Frauen der Bauern waren neidisch aufeinander – auch jeweils am Morgen oder Abend, wenn die Sonne nicht am eigenem, sondern am gegenüberliegenden Ufer stand. Sie beschimpften sich mit bösen Worten, was sich wiederum ihre Männer nicht gefallen ließen. Sie sammelten große Steine, um sich damit zu bewerfen. Allerdings schafften sie es nicht bis zum anderen Ufer und die Steine plumpsten ins Wasser. Nach einer längeren Trockenzeit war der Wasserspiegel so gesunken, dass die Steine aus dem Wasser ragten und die Kinder der Bauern über die Steine hüpften und sich in der Mitte trafen. Dies machten sie nun jeden Mittag, wenn ihre Eltern unter einem Apfelbaum schliefen. Sie erzählten sich Geschichten und freuten sich, dass sie sich „gefunden“ hatten.

Nach einer  längeren Regenzeit (der Wasserpegel war wieder gestiegen), hörten die Kinder auf zu singen, zu lachen und Geschichten zu erzählen. Da erfuhren die Eltern vom „Mittags-Geheimnis“ ihrer Kinder und fingen an nachzudenken. Schließlich bauten sie aus den restlichen Steinen eine Brücke, die beide Ufer miteinander verband - „eine Brücke, so rund und schön wie der Bogen, den die Sonne am Himmel beschreibt“. 
 

Nachdem die Schüler der Klasse 2b dieses kleine „Theaterstück“ aufgeführt hatten, überlegten wir, was die Geschichte denn für uns und unseren Alltag bedeutet.

Manchmal ist man z.B. so im Streit und mit dem Freund „verkracht“, dass sich beide voneinander abgewandt haben. Wenn es dann einer schafft, eine „Brücke zu bauen“ und zu sagen: „Hey, das war doof von mir, es tut mir leid, wollen wir wieder Freunde sein?“, ist das toll und eine „Brücke“ entsteht. 

Die beste „Brücke“ allerdings, die es gibt, ist Jesus. Denn zwischen Gott und uns Menschen ist eine tiefe Kluft, die uns von Gott trennt. Alles, was wir falsch machen (z.B. schlecht über jemanden denken oder sogar reden, mal hier und da eine kleine Notlüge, ein böses Wort usw.) trennt uns von Gott, der ganz ohne Sünde ist. Weil uns Gott aber so sehr liebt und gerne mit uns Menschen zusammen sein möchte, hat er seinen Sohn Jesus auf die Erde geschickt. Dieser ist am Kreuz für unsere Sünden gestorben und hat somit die Kluft überwunden und eine „Brücke“ zu Gott gebaut, so dass wir jetzt ungehindert zu Gott kommen können... - was für ein Geschenk!